Workshop: Strategien gegen Vorurteile

Am Samstag, den 3. Dezember 2016 fand im Ückendorfer Spunk ein Workshop für „Stammtisch-Kämpfer*innen“ statt. Im Rahmen eines Think-Big-Projektes ging es an diesem Tag rund um Tipps und Tricks gegen rechtsextreme Hetze in der Schule, im Betrieb, auf der Straße, im Internet oder am Stammtisch.

Im ersten Teil sammelte Workshop-Teamer Paul Martin Erzkamp mit den Teilnehmer*innen rechtspopulistische Sprüche, mit denen diese in den letzten beiden Wochen in Berührung gekommen sind. Von „Die erwarten, dass sie hier alles geschenkt bekommen“, über „Alleinreisende junge Männer sind das Problem“ bis hin zu „Wenn wir alle deutsch wären, dann hätten wir eine bessere Welt“, konnten zahlreiche Aussagen gesammelt werden, die in Familie, Schule, Uni, an der Supermarktkasse oder in anderen Alltagssituationen aufgekommen sind.

Im zweiten Teil des Workshop-Tages ging es dann darum Sprüche und Vorurteile zu analysieren und Reaktionsmöglichkeiten zu finden. Vom Einstieg in eine Diskussion, über aktives Nachfragen, wie dieses Vorurteil belegt werden kann, bis hin zur sarkastischen Reaktion wurden viele Möglichkeiten aufgezeigt.
Um praktische Übungen ging es dann bei den abschließenden Rollenspielen. Was tun bei rechten Parolen während der Familienfeier? AUsländerfeindliche Beleidigungen an der Supermarktkasse? Oder plumpen Parolen in der Schulklasse? In kurzen nachgestellten Situationen konnten die Teilnehmer*innen hier verschiedene Reaktionen austesten und üben.

Der Workshop, der von Nico Wendt und seinen Mitstreiter*innen organisiert wurde, von Think Big gefördert und mit Unterstützung durch das Jugend-Kultur-Zentrum Spunk durhcgeführt wurde, soll dabei nicht einmalig bleiben. Fortsetzungen im kommenden Jahr sind geplant.