Feministische Kämpfe sind aktueller denn je

Der Internationale Frauenkampftag steht für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie sexuelle Selbstbestimmung.

Im Zuge der Angriffe in Köln und der anschließenden Berichterstattung, stellen wir fest, dass der Kampf gegen sexualisierte Gewalt und für sexuelle Selbstbestimmung noch lange kein Ende hat. Ebenfalls stellen wir fest, dass die Übergriffe dazu genutzt werden rassistische Vorurteile zu verbreiten und das Asylrecht erneut zu verschärfen.
Denn: Sexualisierte Gewalt ist in Deutschland kein neues Phänomen. Von Anmachsprüchen auf der Straße, zum angrapschen beim Feiern über Gewalt in der Beziehung. Das alles wurde nicht erst von als nicht deutsch ausgemachten Menschen hierher gebracht.

Christin Riedel, Vorsitzende der SJD Die Falken UB Gelsenkirchen: „Die Frauenrechte sind in unserer Gesellschaft noch immer nicht selbstverständlich. Als Falken treten wir für feministische Veränderungen ein. Leistungen von Frauen sollen endlich genauso gewürdigt werden wie die der Männer. Schulen und auch Eltern sollen ihre Kinder zu offenen und emanzipatorischen Menschen erziehen und hier auch feministische Bildung vermitteln, die Normen in Frage stellt und somit herrschaftskritisches Denken fördert.“

Doris Stoecker von der Linken Gelsenkirchen sagt dazu: „Sexualisierte Gewalt ist das Thema bei Frauenrechtler*innen. Die gute Arbeit von Frauenhäusern und Projekten gegen sexualisierte Gewalt an Frauen müssen dringend besser gefördert werden. Die Aufklärungsarbeit zum Thema ist wichtiger denn je.“

Eine Sprecherin der „Interventionistische Linke Ruhr“ ergänzt: „Wir lassen unsere Kämpfe nicht für eine Ayslrechtsverschärfung instrumentalisieren, die Frauen und Kinder am härtesten trifft, weil sie nicht nachkommen können. Wichtig finden wir es auch, auf die besonders schwierige Situation von geflüchteten Frauen aufmerksam zu machen, die häufig von sexualisierter Gewalt auf der Flucht und in den Unterkünften betroffen sind.“

Sexismus äußert sich nicht nur in körperlichen Übergriffen, sondern ebenso in unterschiedlich hoher Entlohnung, doppelter Belastungen durch Kinderbetreuung und Beruf, sexistischer Werbung, Schönheitsidealen und rosa Überraschungs-Eiern. Schlichtweg in den Strukturen dieser Gesellschaft.
Daher streiten wir auch in diesem Jahr wieder für Frauenrechte, gegen Sexismus und Rassismus.
Die Linke, die SJD Die Falken Gelsenkirchen und das Projekt Interventionistische Linke Ruhr rufen auf sich an Aktionen zum Weltfrauentag zu beteiligen.

In Gelsenkirchen und Umgebung finden um den 8.03. viele Veranstaltungen zum Thema Frauen statt.
Am 12.03.2016 findet in Köln die bundesweite Demo zum Weltfrauentag unter dem Motto “ Unser Feminismus ist Antirassistisch“ statt Mehr Infos zur Anreise aus dem Ruhrgebiet
https://reclaimfeminism.org/praktische-infos/anreise und unter feministisches-Netz-GE(at)gmx.de“
Die Falken beteiligen sich als Aussteller an dem „Internationalen Frauentag“ der ASF unter dem Motto „Zukunft braucht Mut – Zukunft braucht Frauen“, am 13.03. in der buerschen Schauburg.