Falken und Jusos: Mehr Demokratie wagen!

Die Gelsenkirchener Falken und Jusos wollen mehr Demokratie in den Gemeinschaftsunterkünften von Geflüchteten. 

In den rund 40 Gemeinschaftsunterkünften leben jeweils teilweise bis zu 300 Geflüchtete. Neben dem Einsatz von Sozialarbeiter*innen sind in den Einrichtungen auch ehrenamtliche Initiativen wie an-GE-kommen oder die Taskforce aktiv und bieten Sprachkurse, Sprechstunden und Freizeitangebot statt. Die Gelsenkirchener Falken und die Jusos Gelsenkirchen fordern nun die Stärkung von demokratischer Beteiligung der Geflüchteten: „Das laufende Angebot und die Betreuung in den Gemeinschaftsunterkünften ist an vielen Stellen deutlich besser als in anderen Kommunen, eine demokratische Beteiligung wie z.B. in Form von Unterkünftsräten fehlt jedoch noch.“, findet Sebastian Kolkau, Vorsitzender der Gelsenkirchener Falken.

„Darum möchten wir, dass demokratische Beteiligungsmodelle in den Unterkünften Einzug halten. Solche Modelle haben Vorteile für alle Seiten: Es kann sich stärker um die Dinge gekümmert werden, die für Geflüchtete aus ihrer Sicht akut sind und Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen erhalten direkte Ansprechpartner*innen, die die Interessen der Bewohner*innen vertreten.“, zählt Ronja Christofczik, Vorsitzende der Gelsenkirchener Jusos die Vorteile auf.

„Die Einführung von Hausräten würde darüber hinaus auch die Integration fördern. Daher wollen wir in nächster Zukunft hier mit Bündnispartnern, Vertreter*innen der Stadt Gelsenkirchen und den Sozialverbänden über die Einrichtung solcher Räte sprechen, denn eine hauptamtliche Begleitung hierfür wäre dringend notwendig.“, kündigt Christin Riedel, Vorsitzende der Falken-Doppelspitze, an.