Falken gegen Sexismus und für Geflüchtete

Am vergangenen Sonntag trafen sich die Gelsenkirchener Falken zu ihrer Unterbezirks-Zwischen-Konferenz im Beckhausener Friedrich-Ebert-Haus. Neben den Workshops zum Jahresmotto „Sei du selbst – Come as you are“ behandelten die 75 Delegierten aus 14 Ortsverbänden verschiedene Anträge. „Sexismus und sexualisierte Gewalt sind Probleme in Deutschland. Dies ist jedoch ein gesamtgesellschaftliches Problem und keines, welches Menschen mit einer bestimmten Religion oder aus bestimmten Ländern zugeordnet werden kann.“, so Christin Riedel, Vorsitzende der Gelsenkirchener Falken. „Täglich sind wir sexualisierter Werbung ausgesetzt und über 70% der sexualisierten Gewalttaten werden von deutschen und im Familien- und Bekanntenkreis begangen. Darum haben wir uns auf der Konferenz den Kampagnen „#ausnahmslos“ und „Pink stinks“ angeschlossen.

Auch die aktuelle Geflüchteten-Debatte griff die Jugendorganisation auf. „Wir Falken engagieren uns im Bündnis an-GE-kommen und leisten dort viel Arbeit im Bereich der Integration und Flüchtlingshilfe. Vom Sprachkurs, über Sprechstunden, Patenschaften und Freizeitangeboten ist alles dabei, was benötigt wird.“, erklärt Sebastian Kolkau, Vorsitzender in der Falken-Doppelspitze. „Mit dem beschlossenen Antrag stellen wir Falken uns auf die Seite der Geflüchteten. Verschärfungen in der Asylpolitik, wie sie zur Zeit regelmäßig geschehen lehnen wir Falken genauso ab, wie den Waffenexport vor allem in Kriegsgebieten.“, so Kolkau weiter.

Als politischer Kinder- und Jugendverband wollen die Gelsenkirchener Falken auch in der Landespolitik Stellung beziehen. In einem Antrag zur Landtagswahl 2017 beschloss die Konferenz dabei, dass der Falken-Unterbezirk bis zum Winter zu kinder- und jugendrelevanten Themen Position bezieht und diese auch den Landespolitiker*innen vor Ort zukommen lassen will. Ebenso werden die Falken auch wieder bei der U18-Wahl und bei einem Politbistro des Jugendrings dabei sein.