Bundeswehr raus aus der Schule!

Wie eine Anfrage im Bundestag nun zeigt wurden im letzten Jahr 29,9 Millionen Euro ausgegeben, um Schüler*innen für den Dienst an der Waffe zu begeistern. Dazu gab es über 8.100 Vorträge an Schulen von Karriereberater*innen und 5.200 weitere Vorträge und Veranstaltungen von Jugendoffizieren, welche speziell für politische Debatten geschult sind.

„Besonders erschreckend ist, dass die Bundeswehr verstärkt auf Lehrer*innen setzt, die als vermeintlich neutrale Person für die Interessen der Bundeswehr instrumentalisiert werden sollen“, zeigt sich Sebastian Kolkau, Vorsitzender der Gelsenkirchener Falken erschreckt. „Die Bundeswehr stellt sich als attraktiver Arbeitgeber dar, ist es aber definitiv nicht. Dafür werden Unsummen an Geld in die Hand genommen und auch gezielt Minderjährige angesprochen. Das muss ein Ende haben!“, fordert Kolkau weiter.

„Auch der Jugendring in Gelsenkirchen hat im vergangenen Jahr auf unser Bestreben hin beschlossen, dass die Bundeswehr nicht länger in Schulen, Jugendzentren und Berufsinformationszentren werben soll. Hier sind nun die Verantwortlichen am Zug entsprechend im Interesse der Jugendlichen und im Sinne der UN-Kinderrechtekonvention zu handeln, die ein Werben von Armeen und Kampftruppen um Minderjährige untersagt.“, so Kolkau abschließend.