25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention – Kein Grund zum Feiern!

Anlässlich des 25jährigen Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention am 20.11.2014 fordern die Falken Zivilgesellschaft und Politik auf, sich für die stärkere Verankerung dieser im Alltag einzusetzen. „Das Hauptproblem sehen wir in der fehlenden Kenntnis über die vorhandene UN-Kinderrechtskovention“, so Sebastian Kolkau, Vorsitzender der Falken in Gelsenkirchen. „Obwohl genau diese Kovention das weltweit am meist unterzeichnete völkerrechtliche Abkommen ist, sind Eltern aber vor allem auch Kinder nur unzureichend informiert. Eine zielführende Bildung über diese Recht von Kindern und Jugendlichen ist im Lernplan der einzelnen Schulen nicht zu finden. Für eine Erziehung zu mündigen und selbstbestimmten Menschen ist eine Integration in den Lernplan unabdingbar,“ so Kolkau weiter.

Für Lukas Günther, Vorsitzender der Kinder- und Jugendpolitischen Kommission des Falken Unterbezirks Gelsenkirchen, sind neben den fehlenden Kenntnissen über die Konvention aber auch die politischen Rahmenbedingungen von wichtiger Bedeutung. „Die Mechanismen des gegliederten Schulsystems, die Zunahme der Kinderarmut und der ADHS-Diagnosen, die mit einer gesteigerten Verschreibung von Psychopharmaka einhergehen, werden im letzten Bericht der Vereinten Nationen zur Situation der Kinderrechte in Deutschland stark kritisiert. Ein Wandel der Politik, hin zu einer, die das Interesse von Kindern- und Jugendlichen in den Vordergrund ihrer präventiven Agenda stellt, bleibt bisher aus. Auch auf europäischer Ebene werden durch die Austeritätspolitik die Rechte von Kindern- und Jugendlichen kategorisch geschwächt, wie es beispeilsweise durch die stark gestiegene Kindersterblichkeit in Griechenland, oder die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen weiteren europäischen Ländern sichtbar wird.“

Kolkau führ abschließend an, dass es zwar ein gesetzliches Recht auf gewaltfreie Erziehung gibt, jedoch kein Instrument, um eben diese durchzusetzten. „Kinderrechte sind nur dann umsetzbar, wenn die Schwelle der gesetzlichen Regelung für Kinder angepasst wird. Dazu gehört eine Partizipartion von Kindern in allen Entscheidnungen, die früher oder später auch direkt ihr Leben beeinflussen.“