Falken beschließen ihre Anforderungen an die Kommunalpolitik

Die anstehenden Kommunalwahlen am 25. Mai sind auch bei den Gelsenkirchener Falken Thema. In den vergangenen Monaten wurde in den Ortsverbänden und Falken-Gruppen, sowie bei den Besucher*innen der dreizehn Einrichtungen nachgefragt, wie sie sich Gelsenkirchen wünschen und was passieren soll. Die Rückmeldungen aus dem gesamten Stadtgebiet wurden in dem Antrag „Wie wir leben wollen“ zusammengefasst und war Hauptthema bei der Unterbezirkszwischenkonferenz der Falken am vergangenen Sonntag im Scholvener Kurt-Schumacher-Haus. „Kinder und Jugendliche haben eine Meinung, auch wenn sie am 25. Mai noch nicht wählen dürfen. Als Falken ist es unsere Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben. Daher haben wir die Forderungen dieser gesammelt und auf unserer Konferenz einstimmig beschlossen.“, so Dilara Zencir, Vorsitzende der Gelsenkirchener Falken.

„Die Anforderung von Kinder und Jugendlichen an einer kind- und jugendgerechten Stadt sind klar: Einen Ausbildungsplatz im dualen System für jeden, ein Recht auf Freizeit, eine Schule für alle und einen Ganztag, der finanziell besser ausgestattet ist und so den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerechter werden kann. Wir Falken und die Besucher*innen unserer Einrichtungen fordern kostengünstige und kostenfreie Freizeitangebote und eine effektive Bekämpfung von (Kinder-)Armut ohne große Hürden durch Formulare und Anträge.“, so Sebastian Kolkau, Vorsitzender in der Falken-Doppelspitze.

„Kinder und Jugendliche fordern Mitbestimmung, die über die Möglichkeiten bei uns Falken hinaus geht. Sie wollen mitbestimmen in allen Angelegenheiten, die sie persönlich betreffen: Von der Neugestaltung von Spielplätzen, über den Schulalltag bis hin zum Leben zu Hause. Wir fordern Freiräume für junge Kunst und junge Kultur und erwarten eine Verbesserung des Radwegenetzes und der ÖPNV-Netzes.“, so Lukas Günther von der Kinder- und Jugendpolitischen Kommission der Gelsenkirchener Falken.

Eine klare Absage erteilen die Falken rechten und rechtsextremen Gruppierungen und Parteien. „Bei uns Falken sind alle Menschen gleich, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder der sexuellen Orientierung. Daher ist für uns klar: Nazis raus aus den Köpfen und raus aus den Parlamenten!“, so Kolkau abschließend.

Die Forderungen der Falken an die Kommunalpolitik werden nun in den kommenden Wochen bis zur Wahl Thema sein und an die Parteien herangetragen und diskutiert. Am 16. Mai, gut eine Woche vor den Kommunalwahlen, dürfen dann schonmal alle Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren bei den U16-Wahlen in den Einrichtungen der Falken ihre Stimme abgeben und zeigen, welche Partei sie am meisten überzeugt.